BÖRSENORDNUNG

1) Nicht angemeldete Personen und Tiere werden von der Börse ausgeschlossen.
2) Der Einlass erfolgt von 8.°° bis 10.°° Uhr.
    Später eintreffende Teilnehmer werden nicht mehr zugelassen.
3) Für den An- und Abtransport und auch für die zeitweise Unterbringung von nichtaus-
    gestellten Exemplaren sind thermostabile Behältnisse, z.B.
    Styroporboxen zu verwenden.
4) Bei Abgabe sind für die angebotenen Tiere in ausreichender Zahl geeignete
    Transportbehältnisse bereitzuhalten.
5) Die angebotenen Tiere sind ständig vom Besitzer oder von einer von ihm
    damit beauftragten Person zu beaufsichtigen.
6) Für jedes angebotene Tier sind folgende Angaben sichtbar auszulegen
         a) deutscher und ggf. wissenschaftlicher Name
         b) Herkunft: Nachzucht/ Wildfang
         c) Geschlecht
         d) ggf. Schutzstatus
         e) bei sensiblen Arten Haltung- und Fütterungshinweis
         f)  Die erreichbare Endgröße sollte angegeben werden.
             Sie muss angegeben werden, wenn
             - Echsen länger als 1 Meter
             - Schlangen mehr als 2 Meter und
             - Schildkröten mehr als 30 cm Panzerlänge erreichen können
7) Während der Börse ist in den Räumen das Rauchen untersagt.
8) Das Ausstellen von Gifttieren ist untersagt.
     Dies gilt u.a. für
     Ø Skorpione der Familie Buthidae
         § Androctonus ssp.
         § Tityus ssp.
         § Centruroides ssp.
         § Parabuthus ssp.
         § Hottentotta ssp.
         § Leiurus ssp.
         § Buthacus ssp.
         § Babycurus ssp.
         § Buthus ssp.
         § Grosphus ssp.
     Ø Kamm- oder Bananenspinnen (Phoneutria ssp.)
     Ø Trichternetzspinnen (Atrax ssp., Macrothele ssp., Linothele ssp.)
     Ø Schwarze Witwen (Latrodectus ssp.)
     Ø Loxosceles ssp.
     Ø Sicarius ssp.
9) Europäische Landschildkröten sind bei der Börse im Winter ausgeschlossen.
10) Es dürfen nur gesunde, gut genährte und nicht verletzte Tiere ausgestellt werden.
      Jungtiere, die ohne Muttertier noch nicht selbstständig leben können,
      dürfen nicht angeboten werden. (z.B. lebende Babymäuse)
11) Wirbeltiere dürfen an Kinder oder Jugendliche bis zum vollendeten
16 Lebensjahr nicht abgegeben werden.
12) Pro Verkaufsbehältnis ist nur eine Tierart zulässig,
      bei solitär lebenden oder unverträglichen Arten ist nur ein Tier pro Behältnis erlaubt.
13) Die einzelnen gewerblichen Aussteller haben die erforderlichen Orginalpapiere
      mitzubringen und den Vertretern der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.
      Dies gilt insbesondere für artenschutzrechtliche Dokumente und die Erlaubnis nach
      §11 Tierschutzgesetz. Bei Personen die gewerbsmäßig mit artgeschützten Tieren
      handeln, muss ein Aufnahme- und Ausliererungsbuch gemäß
      § 5 Bundesartenschutz Verordnung vorliegen.
14) Die Haltung während der Börse muss den allgemeinen Anforderungen des
      §2 Tierschutzgesetz entsprechen.
      Insbesondere sind folgende Bedingungen einzuhalten:
         a) ausreichende Lüftung
         b) geeignetes Bodensubstrat zur Aufnahme von Ausscheidungen.
             Sägespäne bei Amphibien sind z.B. nicht geeignet!
         c) Rückzugsmöglichkeiten durch Korkschalen, Bepflanzung, Steine etc.
             Alternativ sollte etwa 1/4 der Deckelfläche abgeklebt/undurchsichtig sein.
         d) Bei Tieren aus feuchtwarmen Gebieten-angemessene Luftfeuchtigkeit
         e) Ausreichendes Platzangebot (TVT Empfehlung für Fachhandel) Tiere müssen
             sich problemlos Wenden können
             (Als Faustregel gilt gemäß TVT-Richtlinie für 1 Tier bei Echsen:
              mindestens 1,5fache Kopf-Rumpf-Länge,
              bei Schlangen mindestens 0,5 fache Gesamtlänge und
              bei Schildkröten mindestens 2fache Panzerlänge
              (lange Seite des Behälters, bzw. Durchmesser bei runden Behältern)
         f) Für Futtertiere ( nur Maus/ Ratte) gelten folgende Richtwerte:
            Maus auf 2000cm² 10 Tiere- Ratte auf 4000cm² 4 Tiere.
            Futter u. Wasser muss vorhanden sein.
            Wirbellose Futtertiere (z.B. Heuschrecken) sollten Blattwerk oder
            Eierkartonteile im Behältnis haben.
15) Das Herausnehmen von Tieren aus den Behältnissen ist ausschließlich im Beisein und
      nach Zustimmung des Besitzers gestattet, wenn dafür ein triftiger Grund vorliegt.
16) Das Beklopfen und Schütteln von Tieren besetzten Behältnissen ist tierschutzwidrig
      und somit nicht gestattet.
17) Alle Behältnisse müssen dreiseitig blickdicht geschlossen sein.
18) Bei der Aufstellung ist ein sicherer Stand der Käfige zu gewährleisten!
19) Geschlechtsbestimmungen mit Hilfsmitteln, die Verletzungen verursachen können
      oder für das Tier schmerzhaft sind, sind während der Börse verboten.
20) Die Anweisungen des Aufsichtpersonals ist Folge zu leisten.

Der Veranstalter ist nur Ausrichter der Börse und nicht verantwortlich für Schäden der Anbieter.

Gewerbliche Anbieter haben die Regelung nach §21 Absatz 5 Nummer 2 des Tierschutzgesetzes zu beachten, die besagt, dass derjenige, der gewerbsmäßig mit Wirbeltieren handelt, sicherzustellen hat, dass bei der erstmaligen Abgabe eines Wirbeltieres einer bestimmten Art an den jeweiligen künftigen Tierhalter mit dem Tier schriftliche Informationen über die wesentlichen Bedürfnisse des Tieres, insbesondere im Hinblick auf seine angemessene Ernährung und Pflege sowie verhaltensgerechte Unterbringung und artgemäße Bewegung, übergeben werden.

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